Dez26

Die einzig wahren Knaller künden Hochgenuss an!

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Die einzig wahren Knaller künden Hochgenuss an!

Während Böller, Schweizer Kracher oder Kanonenschläge nur Mords-Radau machen und stinken, bieten Raketen oder andere Feuerwerkskörper wenigstens noch zusätzlich etwas fürs Auge. Ganz anders aber das verheißungsvolle Knallen der Korken: Denn das sind Startschüsse für deutlich länger anhaltende prickelnde Genüsse!

Eine kleine Knall-Kunde ...

Es soll Experten geben, die am "Plopp!" der unterschiedlichen Korken erkennen können, welches prickelnde Getränk gerade geöffnet wurde. Da solche Wissenschaft jedoch ein außergewöhnlich aufwändiges (wenn auch vergnügliches!) Studium verlangt, erläutern wir Ihnen sicherheitshalber schon mal hier die Unterschiede der einzelnen Knallkörper.

Der Ur-Knall: Champagner!

Die Grundzüge der Champagner-Herstellung verdanken wir dem Briten Christopher Merret, aber weil ein Engländer 1. partout nicht zur Champagne passen würde und 2. der Abbé Dom Pérignon die britische Entdeckung entscheidend weiterentwickelt hat, heißt heute einer der besten, berühmtesten und teuersten Champagner eben "Dom Pérignon" und nicht "Christopher Merret".

Champagne PommeryChampagner, der übrigens in Frankreich "le Champagne" heißt (im Gegensatz zu "la Champagne", der Bezeichnung für die Region, aus der er stammt), wird auch in etwas größeren Flaschen angeboten, deren Namen gewissermaßen eine Tour durchs Alte Testament sind: Nach der bekannten Magnum mit 1,5 Litern kommen Jeroboam (3 l), Rehboam (4,5 l), Methusalem (6 l), Salmanazar (9 l), Balthazar (12 l), Nebukadnezar (15 l) und Melchior oder Goliath mit 18 Litern. Es gibt sogar einen Melchisedech mit 30 Litern Fassungsvermögen, der allerdings selbst bei uns nicht allzu oft angeboten wird. - Übrigens, wenn Sie Sondergrößen brauchen, sprechen Sie bitte mit unseren Weinfachberatern, da nicht jedes "Genuss-Reich" Flaschen ab der Jeroboam aufwärts im Keller hat: Man bestellt Ihnen gerne jede Größe!

Und noch etwas Interessantes: Der Begriff "Champagne" ist markenrechtlich rigoros geschützt; dieser Schutz geht so weit, dass man die Flaschengärung à la Abbé Dom Perignon nicht mal mehr als  "Méthode champenoise" bezeichnen darf, sondern sie "Méthode traditionnelle" nennen muss.

Beruhigend dürfte für Sie sein, dass die "Genuss-Reiche" von PERFETTO berühmt sind für ihre große Auswahl an verschiedenen Champagner-Sorten ...

Le Bouchon du Crémant

Was ein Crémant-Korken verschließt? - Wenn man das Wort "Champagne" überhaupt noch in den Mund nehmen dürfte (wegen des strengen Markenschutzes darf man praktisch außerhalb der Champagne nicht mehr Champagne sagen!), könnte man den Crémant einfach als Champagner bezeichnen, der nicht aus der Champagne kommt. Nach der Regelung vom 1. September 1994 wird die Erklärung etwas schwieriger: "Crémant" dürfen sich nur noch Schaumweine nennen, die nach der "Méthode traditionnelle" hergestellt wurden und nicht aus der Champagne kommen, sondern aus anderen französischen Regionen. - Die kosten in der Regel erfreulicherweise wesentlich weniger als Champagner!

MengerkrugSekt-Korken

Sekt darf sich im deutschsprachigen Raum Qualitätsschaumwein nennen, dessen Alkoholgehalt mindestens 10 Volumenprozente beträgt. Sobald er nach der "Méthode traditionnelle" hergestellt wurde, erhält er das Adelsprädikat "Winzersekt". Der Name Sekt kommt vom lateinischen Wort für "trocken", aber auch wenn dieses Wörtchen auf dem Sekt-Etikett steht, entspricht es nicht der Trockenheit, die wir vom Wein her kennen: Während trockener Wein einen Restzuckergehalt von maximal 9 g pro Liter haben darf, wird ein Sekt mit bis zu 32 g Restzucker pro Liter als "trocken" eingestuft.

El Corcho in der Cava-Flasche

Cava ist in Spanien im Gegensatz zum Champagner keine Herkunfts-, sondern eine Qualitätsbezeichnung - obwohl rund 96 % der Produktion aus der Weinbauregion Penedès westlich von Barcelona stammen; 159 Gemeinden im ganzen Land sind für die Produktion zugelassen. Die Kriterien sind ähnlich wie die bei Champagner und Crémant (vor allem die "Méthode traditionnelle"), und in den Korken jedes echten Cava wird ein Stern eingebrannt.

Das Wort "Cava" steht übrigens für eine Kellerei, die - im Gegensatz zur Bodega, was auch Kellerei bedeutet - immer unterirdisch angelegt sein muss; dies war ebenfalls ein Qualitätsargument, weil hier der Schaumwein kühler gelagert und deshalb besser war.

Tappi für Spumante & Frizzante

Das ist eine etwas kompliziertere Korken-Geschichte: Spumante steht weder für definierte Qualitäten noch für bestimmte Herkunftsregionen, sondern sagt einfach, dass der Wein schäumt (spumare = schäumen) - und zwar kräftig, weil er bei einem Druck von weniger als 2,5 bar zum Frizzante werden würde. Dummerweise heißt "Frizzare" jedoch ebenfalls "schäumen" - aber vielleicht eben mit ein paar bar weniger ... Äußerlich erkennt man den Unterschied am Verschluss, denn der Spumante-Korken wird wegen des stärkeren Drucks von einem Draht gesichert, während der Frizzante in der Regel mit einem Korken (= tappo, Plural = tappi) verschlossen wird, den eine Kordel (spago) am Fortfliegen hindert; er kann aber auch nur einen Korken ohne Kordel, einen Kronkorken oder sogar den von Bierflaschen her bekannten Schnappverschluss haben.

Wichtig ist, dass der Spumante im Gegensatz zum Frizzante in Deutschland mit einer Sektsteuer belegt wird, was ihn teurer - und den Frizzante beliebter macht.

Prosecco SansibarProsecco

Der kann sehr verschiedene Tappi (Korken) haben; ein Prosecco ist nämlich entweder ein Spumante, ein Frizzante oder (das wissen nur die Experten) ein Tranquillo - ein ganz normaler stiller Wein ohne Kohlensäure. Denn Prosecco war bis zum 1. Januar 2010 der Name einer Rebsorte aus dem Veneto, die heute Glera genannt werden muss; an diesem Tag wurde der Begriff "Prosecco" per Dekret vom klassischen Traubennamen zu einer Herkunftsbezeichnung befördert. Der Grund dafür? - Ganz einfach, weil 1. die Prosecco-Traube überall angebaut wurde und alles, was spritzig ist, den Namen Prosecco aufs Etikett gedruckt bekam, hat sich das Ursprungsgebiet gewehrt: mit diesem Dekret.

Der Kern des Prosecco-Gebietes liegt übrigens in der Provinz Treviso im Veneto; nur Prosecco von dort darf das DOCG-Zeichen tragen. Prosecco DOC kann jedoch aus neun Provinzen in den Regionen Veneto und Friuli-Venezia Giulia kommen. - Wenn Ihnen das Ganze zu kompliziert ist, dann fragen Sie einfach unsere Weinfachberater nach einem guten Prosecco: Sie bekommen ihn garantiert!

Welchen Korken wollen Sie knallen lassen?

In Ihrem "Genuss-Reich" von PERFETTO werden Sie in jedem Fall den Idealkorken finden: Zum einen, weil die Auswahl hier wirklich beeindruckend ist, und zum anderen, weil unsere Korkenexperten - pardon, unsere Weinexperten Sie ganz sicher zu den richtigen Korken führen: für kleine und große Silvesterfeiern (Nebukadnezar & Co.!), für Brut- oder Trocken-Liebhaber, für pralle und weniger pralle Portemonnaies ...

il-ugo_perfettoEin brandneuer Extra-Knaller: "il Ugo"!
Das ist der helle Bruder von "il Spritz", bei dem fein perlender Vino Frizzante durch Holunderblüten wunderbare fruchtige Akzente bekommt! Und da das neue Jahr sozusagen vor der Türe steht, sollten Sie’s eigentlich auch mit einem neuen spritzigen Trend-Getränk begrüßen - mit "il Ugo" aus der Prosecco-Kellerei Mionetto in Valdobbiadene!

Und!
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Kommentare (1)

  • erdmann
    erdmann
    27 Dezember 2011 um 19:30 |

    geniale Seite mit dem Knaller iL Ugo

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